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  • Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    die durch den syrischen Bürgerkrieg ausgelöste Flüchtlings­krise hat Europa aus dem Dornröschenschlaf gerissen. Ein­zelne Mitgliedsstaaten überbieten sich in unkoordinierten Abwehrmaßnahmen gegen den nicht enden wollenden Zug hilfesuchender Menschen, und während Bundeskanzlerin Merkel auf eine europäische Lösung hofft, schließen andere ihre Grenzen und denken ernsthaft über einen Ausstieg aus der Europäischen Union nach. Die Party sei vorbei, ist vielerorts zu hören. Da ist es wohl an der Zeit, die Debatte zu versachlichen und die Perspektiven geradezurücken. Deutschland hat rund 81 Millionen Einwohner und steht wirtschaftlich so gut da wie nie zuvor. Zum Zeitpunkt der Landtagswahlen am 13. März in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz waren etwas über eine Million Flüchtlinge zu uns gekommen. Um bei der Metapher zu bleiben: Wenn auf einer Party 81 Gäste feiern und es kommt ein internationaler Gast hinzu, ist die Party mitnichten vorbei. Vielmehr besteht eine erhebliche Chance, dass der neue Gast durch Einbringung seiner Kultur, seiner Erfahrungen und seiner Vitalität die Party noch interessanter macht und nachhaltig bereichert.

    Demografen gehen davon aus, dass Deutschland angesichts des Bevölkerungsschwunds alleine zur Sicherung der Sozialsysteme jährlich rund 500.000 dauerhaft bleibende Einwanderer benötigt. Insofern werden wir uns in Zukunft vielleicht noch über jeden Migranten freuen, der am Ende auch bleiben möchte und sich zudem für eine Ausbildung in unserer Branche interessiert. Echte Integration ist also angesagt. Der Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Rainer Schmeltzer, hat kürzlich für den Kreis Unna eine viersprachige Broschüre aufgelegt, mit der sich Flüchtlinge im öffentlichen Nahverkehr besser zurechtfinden können. Ähnliches hat er in Gesprächen mit dem REMONDIS-Vorstand auch für die Recyclingbranche angeregt. Die korrekte Abfalltrennung in verschieden­farbigen Behältern ist für viele Neubürger noch unbekannt. REMONDIS hat die Anregung aufgenommen und einen Flyer auf Deutsch, Englisch, Französisch, Farsi und Arabisch aufgelegt. Über Bewerbungen von anerkannten Flüchtlingen, zum Beispiel als Berufskraftfahrer, würden wir uns ebenfalls freuen. 

    Wäre es ein eigenständiges Land, stünde Nordrhein-West­falen in Sachen Bevölkerungszahl und Wirtschaftskraft unter den Top 10 der europäischen Staaten. Der aktuelle Abfallwirtschaftsbericht zeigt, dass unsere Branche mittlerweile zu einem der größten Wachstumsmotoren geworden ist. Während traditionelle Schlüsselbranchen wie Kohle, Stahl und Energie weiter schrumpfen, arbeiten immer mehr Menschen im Recycling, in industriellen und kommunalen Services sowie in der Wasser­wirtschaft. REMONDIS ist gleicher­maßen treibende Kraft und das Rückgrat dieser erfreulichen Entwicklung. Und REMONDIS, das sind vor allem die 32.000 Menschen, die unter unserer Flagge für die Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und Industrie in 33 Ländern weltweit täglich arbeiten. Vor diesem Hintergrund ist es bedauerlich, dass die Politik der Branchenleitmesse IFAT, die vom 30. Mai bis 3. Juni in München statt­findet, eher wenig Bedeutung beizumessen scheint. Doch auch, wenn die Bundesumweltministerin nicht kommen wird, REMONDIS ist dabei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

    Ihr Ludger Rethmann

Leistungen für mehr als eine Million Menschen

OMS-SACEDE, die spanische Tochtergesellschaft von REMONDIS Aqua, ist bereits seit 1979 im spanischen Wassersektor aktiv. Seit 2009 gehört das erfolgreiche Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern zur REMONDIS-Familie und bietet seinen Kunden wasserwirtschaftliche Dienstleistungen für mehr als eine Million Bürgerinnen und Bürger in Spanien. In jüngster Zeit konnte OMS mit neuen Aufträgen seinen Kundenstamm vergrößern und das Operationsgebiet erweitern.

Breites Aufgabenspektrum

Vom Hauptsitz in Barcelona aus deckt OMS mit seinem Portfolio alle Aspekte der Abwasserbehandlung ab. Hierzu gehören die technische und organisatorische Planung, die Errichtung und der Betrieb von Abwasseraufbereitungsan­lagen sowie das Recycling und die energetische Nutzung von Klärschlämmen sowohl für kommunale als auch für gewerbliche Kunden.

  • Einwohner profitieren in Zamora im Nordwesten Spaniens von OMS-Leistungen

Aktivitäten auch im Zwergstaat Andorra

Die Tochtergesellschaft von REMONDIS Aqua ist auf der gesamten iberischen Halbinsel präsent, die Hauptaktivitäten konzentrieren sich auf die Regionen Katalonien, Valencia und Aragón. Hier befinden sich die größten kommunalen Projekte, für die OMS verschiedene Anlagen betreibt. Doch auch in Zamora im Nordwesten Spaniens ist OMS im Rahmen eines Konzessionsmodells für die Abwasseraufbereitung und den Betrieb des örtlichen Abwassernetzes für 130.000 Einwohner verantwortlich. Selbst in Europas kleinstem Land, dem in den Pyrenäen gelegenen Zwergstaat Andorra, betreibt die REMONDIS-Aqua-Tochter drei der vier existierenden Abwasseraufbereitungsanlagen.   

Abwasseraufbereitung und die Verwertung der aus dem Abwasser zurückgewonnenen Reststoffe ist der Königsweg der Wasserwirtschaft.

Erfolgreich in der Neukundengewinnung

  • Das Jahr 2015 war besonders erfolgreich im Hinblick auf die Neukundengewinnung sowohl im kommunalen als auch im industriellen Sektor. Es hat sich gezeigt, dass die Kunden von der verstärkten Präsenz von OMS-SACEDE im Markt für gewerbliche Wasser- und Abwasserwirtschaft profitieren. So konnte OMS jüngst einen über fünf Jahre laufenden Vertrag mit einem der wenigen Gelatineproduzenten Spaniens, Gelatines Juncà S.L., abschließen.

    • Im Zuge dieses Vertrags wird OMS eine Ultrafiltrationsanlage zur Rückgewinnung von 80 Prozent des Abwassers errichten und betreiben, die den Wasserverbrauch des Werks signifikant reduzieren wird. In einem zweiten Schritt ist sogar die Rückgewinnung von der im Abwasser enthaltenen Gelatine zur stofflichen oder energetischen Verwertung geplant. Hier zeigt sich einmal mehr beispielhaft, wie REMONDIS Aqua mit seiner Tochter OMS-SACEDE auch in Spanien mit modernster Technik und führendem Know-how seine Kunden durch effektive Wasserrückgewinnung bei gleichzeitiger stofflicher oder energetischer Verwertung der Reststoffe aus dem Abwasser entlasten kann.

      Daniel Martínez Mustienes, Generaldirektor OMS-SACEDE

    Kampf gegen den Wassermangel

    Dass effizientes Wassermanagement gerade auch im Süden Spaniens aufgrund der besonderen klimatischen Bedingungen zwingend erforderlich ist, zeigt das Beispiel von Quirante Fruits, einem großen Hersteller von konzentrierten Fruchtsäften, der vor allem Kunden in Nordeuropa, darunter Lidl und ALDI, beliefert. Aufgrund des Wassermangels am südspanischen Standort waren Kapazitätserweiterungen und damit das weitere Unternehmenswachstum gefährdet. Mit der Hilfe von OMS-SACEDE werden fortan 80 Prozent des Abwassers aufbereitet und in den Produktionsprozess für die Dampferzeugung und als Kühlmittel zurückgeführt. Somit ist der Weg für den Kunden frei, seine Produktion ohne Belastung für die Umwelt und trotz häufigen Wassermangels am Standort weiter auszubauen.

    Durch das trockene Klima kommt der Wasserwirtschaft in Spanien eine besondere Bedeutung zu.

    Diese und weitere innovative Projekte mit Neukunden und Bestandskunden bestätigen, dass OMS-SACEDE einer der wichtigsten und zuverlässigsten Partner für Kommunen und Industrie in allen Fragen der Wasserwirtschaft in Spanien ist.

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