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  • Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    in Deutschland läuft das Superwahljahr 2017 auf vollen Touren. Das Saarland hat bereits gewählt, Schleswig-Holstein und das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen folgen im Mai. Im September ist dann die große Bundestagswahl. In Zeiten von Populismus und Fake News kommt dieser Wahl eine besonders richtungsweisende Bedeutung zu. Deutschland ist das wirtschaftlich stärkste und bevölkerungsreichste Land Europas. Der Ausgang der Wahl hat Auswirkungen auf ganz Europa und beeinflusst auch die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu anderen Ländern rund um den Globus. Angesichts dieser Dimensionen rückt ein wichtiges Thema leider oft in den Hintergrund: Recycling und seine Bedeutung für den Klima- und Umweltschutz. Wir wollten es genau wissen und haben bei allen großen Fraktionen nachgefragt, wie sie die Umweltpolitik in der kommenden Legislaturperiode und darüber hinaus gestalten wollen. Eine Zusammenfassung der Antworten finden Sie im Leitartikel dieses Heftes, die vollständigen Antworten online unter www.remondis-aktuell.de. Ob es eine gute Wahl für das Klima und die Umwelt im Allgemeinen und unsere Wachstumsbranche im Besonderen wird, entscheiden am Ende die hoffentlich gut informierten, mündigen Bürger.

    Einige Gesetzesvorlagen wurden kurzfristig vor den Wahlen auf den Weg gebracht, zum Beispiel die neue Gewerbeabfallverordnung. Sie bringt einige wichtige Veränderungen mit sich, die für unsere gewerblichen Kunden spätestens ab dem Inkrafttreten am 1. August 2017 von besonderer Bedeutung sind. Laut der neuen Fassung ist der Abfallerzeuger von gewerblichem Siedlungsabfall dazu verpflichtet, die Abfallfraktionen Papier, Pappe und Karton mit Ausnahme von Hygienepapier, Glas, Kunststoffe, Metalle, Holz, Textilien, Bioabfälle und weitere gewerbliche und industrielle Abfälle bereits am Entstehungsort, also im Betrieb, getrennt zu erfassen. 

    Gleiches gilt für Bau- und Abbruchabfälle, die bereits auf der Baustelle in die einzelnen Abfallfraktionen wie Glas, Kunststoff, Metalle, Holz, Dämmmaterial, Bitumengemische, Baustoffe auf Gipsbasis, Beton, Ziegel sowie Fliesen und Keramik zu trennen sind. Das ist sicher eine gute Nachricht für die verbesserte Rohstoffrückgewinnung. Es bedeutet aber auch Mehraufwand für die Kunden, denen REMONDIS mit praktikablen und gesetzeskonformen Lösungsangeboten gewohnt professionell zur Seite stehen wird. 

    Und wie sieht es derweil mit der Flüchtlingspolitik aus? Die Zahl der Asyl suchenden Neubürger, die in Deutschland ankommen, ist deutlich gesunken. Die größte Herausforderung ist es nun, diese Menschen erfolgreich in unsere Gesellschaft und die deutsche Arbeitswelt zu integrieren. REMONDIS nimmt sich dieser Herausforderung an und stellt in verschiedenen Bereichen teils junge und teils berufserfahrene Menschen ein, die wegen Krieg, Hunger und Vertreibung ihre Heimat verloren haben und nun einen Neustart in ihrer Wahlheimat Deutschland wagen wollen. Eine echte Win-win-Situation, denn der erfolgreiche Einstieg ins Berufsleben ist der beste Beitrag für ein gutes Zusammenleben in Wohlstand und Frieden. Auch hier wird REMONDIS der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung gerecht und handelt ganz im Sinne des eigenen Slogans: Im Auftrag der Zukunft!

    Ihr Thomas Conzendorf

Immer weniger Erwerbstätige

  • Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland voraussichtlich von 50 Millionen auf 43,5 Millionen zurückgehen. „Um auf diesen demografischen Wandel zu reagieren, ist es umso wichtiger,
    die nach Deutschland kommenden Flüchtlinge erfolgreich zu
    integrieren. Dazu kommt es vor allem auf eine starke und gut
    funktionierende Wirtschaft an“, betonte der damalige Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zuletzt beim
    REMONDIS-Forum in Goslar.

Ambitioniert bei der Flüchtlingsintegration

    Siyamend Ismail, 30 Jahre, kam vor zwei Jahren aus Syrien nach Deutschland und arbeitet als Industriereiniger bei REMONDIS Industrie Service in Recklinghausen

  • REMONDIS, Deutschlands größtes Recyclingunternehmen mit Hauptsitz im westfälischen Lünen, ist sich dieser Verantwortung bewusst und engagiert sich stark für die Integration von Flüchtlingen in der Arbeitswelt. Bereits 24 Flüchtlinge sind zurzeit im Unternehmen eingestellt, zehn von ihnen haben den Weg in eine fachliche Berufsausbildung angetreten. Sie befinden sich entweder in der Ausbildung zu Isolierfacharbeitern, Rohrleitungsbauern, Berufskraftfahrern oder Fachinformatikern oder nehmen an ausbildungsvorbereitenden Maßnahmen teil.

Arbeit ist der beste Integrationshelfer

Die Familie Rethmann bleibt damit ihrem Unternehmensleitbild treu, Verantwortung zu übernehmen und unternehmerisch zu handeln.  „Die Privatwirtschaft ist ein wesentlicher Eckpfeiler der Gesellschaft, die auch für die Integration der jüngsten Zuwanderungswelle Verantwortung übernehmen muss“, sagt Norbert Rethmann, Ehrenaufsichtsratsvorsitzender der Rethmann-Gruppe. Den Menschen, die vor Krieg und Gewalt geflohen sind, neue Perspektiven in Deutschland zu bieten, gehöre auch zum unternehmerischen Handeln, betont er.

Die Arbeit bleibt nachweislich das bewährteste Mittel, sich erfolgreich zu integrieren. Denn ein eigenes Einkommen und die neuen sozialen Kontakte am Arbeitsplatz schaffen optimierte Voraussetzungen für einen gelungenen Neustart.

Die Arbeit bleibt nachweislich das bewährteste Mittel, sich erfolgreich zu integrieren. Denn ein eigenes Einkommen und die neuen sozialen Kontakte am Arbeitsplatz schaffen optimierte Voraussetzungen für einen gelungenen Neustart. Insbesondere für die 18- bis 25-jährigen ist die Berufsausbildung ein wichtiger Grundstein für eine gesicherte Perspektive in Deutschland.

  • „Die Privatwirtschaft ist ein wesentlicher Eckpfeiler der Gesellschaft, die auch für die Integration der jüngsten Zuwanderungswelle Verantwortung übernehmen muss.“

    Norbert Rethmann, Ehrenaufsichtsratsvorsitzender der Rethmann-Gruppe

Enge Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen

  • Dass das Unternehmen bislang schon einige der Zugewanderten einstellen konnte, lag insbesondere an der engen und erfolgreichen Zusammenarbeit mit lokalen ehrenamtlichen Initiativen. Sie sind nicht nur eine wichtige Stütze für die Flüchtlinge, sondern helfen auch den Unternehmen dabei, zeitintensive Hürden zu bewältigen. Vor allem die oft mangelnden Sprachkenntnisse erschweren die Kommunikation zwischen dem Unternehmen und den Neuankömmlingen zuweilen stark. Ebenso müssen häufig verschiedene Auffassungen eines Berufsprofils deutlich gemacht werden.

    Yeazdan Sher Ahman kam vor einem Jahr mit seiner Familie aus Syrien nach Deutschland und absolvierte im vergangenen Jahr ein Praktikum bei REMONDIS IT Services in Lünen

  • Es gibt durchaus Hürden zu überwinden

    So haben syrische Flüchtlinge beispielsweise von den Tätigkeiten eines Elektrikers eine andere Vorstellung als ein Unternehmen in einem großen deutschen Industriepark. Aber auch bei der Bewältigung der umfangreichen behördlichen Prozesse sowie bei der Aufklärung und Erklärung kultureller Unterschiede sind ehrenamtliche Initiativen eine wertvolle Stütze.

    „Wir erarbeiten aktuell Konzepte, die weiteren Flüchtlingen eine berufliche Zukunft bei REMONDIS ermöglichen sollen. Dennoch können wir schon jetzt stolz auf unser bisheriges Einstellungsergebnis sein“, sagt Frank Dohmen, Personalleiter der REMONDIS-Gruppe. Das Recyclingunternehmen wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, Flüchtlinge zu beschäftigen. Denn von dem Engagement, das heute durch unternehmerische Verantwortung getrieben ist, verspricht sich REMONDIS langfristig wertvolle Arbeitskräfte.

    • Hassan Sow, 22 Jahre, kam vor fünf Jahren allein aus Guinea nach Deutschland und wird seit letztem Jahr zum Fachlageristen bei REMONDIS Medison in Lünen ausgebildet

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