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  • Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    in diesen Tagen findet wieder die weltweit größte Messe für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft in München statt. Wie in den Jahren zuvor werden auch 2014 hunderttausende Fachbesucher aus aller Welt in den Messehallen der bayerischen Landeshauptstadt erwartet. Und einmal mehr wird der Fokus auf moderner Umwelttechnologie liegen, die das Ziel hat, die globalen Recyclingquoten zu erhöhen und den Planeten nachhaltiger zu machen. Richtig so, auch wir bei REMONDIS lieben Recycling und tun alles wirtschaftlich und technologisch Machbare dafür, unseren Auftrag im Sinne der Nachhaltigkeit zu erfüllen. Doch es gibt bei allen Recyclingbemühungen eine unbequeme und deshalb gerne verdrängte Wahrheit, und die lautet: Am Ende bleibt etwas übrig. Jede thermische Verwertung von Rest- und Sonderabfällen produziert Schlacke, jeder Straßenaushub und Gebäudeabriss produziert mineralische Abfälle und Bauschutt. Und nach der möglichst weitgehenden stofflichen und thermischen Verwertung steht die Frage: Wohin mit den nicht weiter zu verwertenden Resten? In Deutschland schien sich nach Inkrafttreten der TASi, also der Technischen Anleitung Siedlungsabfall im Jahre 2005, das Thema der Deponierung von Abfällen erledigt zu haben. Umso verwunderter reiben wir uns heute die Augen und müssen feststellen, dass das längst überwunden geglaubte Problem des fehlenden Deponieraums uns langsam, aber sicher wieder einzuholen droht. In Kaiserslautern hat man das Problem erkannt und gemeinsam mit der REMONDIS-Tochtergesellschaft REMEX im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft den Bau einer neuen Deponie für 400.000 Tonnen mineralischer Abfälle pro Jahr begonnen. Auch das gehört zur Verantwortung für die Zukunft unseres Landes.

    Zur Entlastung der klassischen Hausmülldeponien und zum Einstieg in das Recycling hatte der damalige Bundesumweltminister Prof. Klaus Töpfer das Duale System auf den Weg gebracht. Die Gelbe Tonne war lange ein Erfolgsmodell der Kreislaufwirtschaft und wurde als getrenntes Erfassungskonzept in viele Länder exportiert. Dieses System droht nun an seinen eigenen Schlupflöchern zu scheitern. In diesem Jahr sind die Mengen aller ordnungsgemäß lizenzierten Verkaufsverpackungen hochgerechnet um weitere 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf gerade einmal 812.000 Tonnen gesunken, während die Menge der zu erfassenden Verpackungsabfälle mit rund 2,2 Millionen Tonnen unverändert geblieben ist. Die Finanzierungsdifferenz geht zu Lasten ehrlicher Systembetreiber und niemand kann sagen, wie lange das noch gut geht. Wir gehen in dieser Ausgabe der Frage nach, ob die Gelbe Tonne noch eine Zukunft hat oder endgültig am Ende ist. 

    Was immer die Zukunft bringen mag, Abfälle und Rohstoffe müssen auch morgen noch von A nach B transportiert werden. Doch das ist angesichts des zunehmenden Mangels an qualifizierten Berufskraftfahrern in Deutschland schon sehr bald leichter gesagt als getan. Immer weniger junge Menschen entscheiden sich für den Schlüsselberuf der straßengebundenen Logistik. REMONDIS wirkt auch hier dem Fachkräftemangel entgegen und bildet verstärkt aus. Denn der Job als Berufskraftfahrer ist viel besser als sein Image. Die Ausbildung geht weit über den Erwerb des klassischen LKW-Führerscheins hinaus und vermittelt umfangreiche Kenntnisse in Fahrzeugtechnik, Infrastruktur, Logistik und Mobilität.  

    Viel Spaß beim Lesen der REMONDIS aktuell wünscht Ihnen

    Ihr Ludger Rethmann

Lennestadt, Schmallenberg und Olpe sind neue REMONDIS-Standorte

  • Anfang Dezember 2013 übernahm REMONDIS die Aktivitäten der Sita Westfalen GmbH & Co. KG in den Städten Lennestadt, Schmallenberg und Olpe. Damit investiert REMONDIS in eine Region, die sich seit Jahren hervorragend entwickelt: Südwestfalen zählt zu den drei stärksten Industrieregionen Deutschlands und punktet zugleich als beliebtes Urlaubsziel, das Jahr für Jahr Millionen Gäste lockt.

  • Die Kompetenz eines Weltunternehmens ganz nah beim Kunden – diese Stärke der REMONDIS-Gruppe ist auch in Südwestfalen gefragt

Gebündelte Kompetenz noch kundennäher

Beide Trümpfe – Wirtschaftskraft und Tourismus – erfordern auch in puncto Kreislaufwirtschaft professionelles Know-how und perfekte Infrastrukturen. Die südwestfälische Akquisition schafft somit gute Voraussetzungen, um die gebündelte Kompetenz von REMONDIS noch kundennaher bereitzustellen. So ist REMONDIS Industrie Service jetzt in Lennestadt mit einem eigenen Sonderabfallstandort vertreten. Parallel erbringt REMONDIS Olpe für den Gewerbeabfall regional verbreiterte Leistungen in den Feldern Industrie, Handel und Gewerbe sowie im Kommunalbereich. 

Mit den neu hinzugekommenen Standorten übernahm REMONDIS rund 140 Mitarbeiter.

Full Service bei Stoffen mit Gefahrenpotenzial

Als Spezialist für schadstoffhaltige Abfälle betreibt REMONDIS Industrie Service die in Lennestadt übernommenen Behandlungsmöglichkeiten für Stoffe dieser Art, inklusive des dazugehörenden Fuhrparks. Ergänzend steht das gesamte Anlagennetz dieser REMONDIS-Tochter bereit. Es umfasst mehr als 80 Verwertungs-, Recycling- sowie Beseitigungsanlagen. Über den hochtechnisierten Anlagenverbund können flüssige und feste Abfälle mit Gefahrenpotenzial optimal als Rohstoff- oder Energiequelle genutzt und anfallende Reste umweltgerecht entsorgt werden.

Den südwestfälischen Industrie- und Gewerbekunden bietet REMONDIS Industrie Service das komplette Leistungsspektrum – von der Aufnahme der Stoffe über Abfallanalytik, bedarfsorientierte Behältergestellung, gesetzeskonforme Verpackung und logistische Erfassung bis zum Transport in Spezialfahrzeugen sowie anschließender Verwertung oder Beseitigung. Mit dazu gehört die Erstellung und Archivierung der notwendigen Unterlagen und Entsorgungsnachweise. Um den Kundenservice weiter zu optimieren, steht eine dezentral ausgerichtete Vertriebsorganisation bereit. Sie ermöglicht eine intensive Betreuung vor Ort und fördert zugleich die Expansion in benachbarte Kreise.

  • Leistungen für Bürger, Kommunen und Unternehmen

    • Ihrem Kerngeschäft entsprechend konzentriert sich REMONDIS Olpe auf Aktivitäten im Siedlungsabfallbereich. REMONDIS Olpe ist auf Wachstumskurs und baut seine Position Schritt für Schritt weiter aus. Nachdem in den letzten Jahren mehrere Containerdienste im südlichen Einsatzgebiet erworben wurden, werden nun nordöstlich des Stammsitzes gelegene Areale erschlossen. Ein Schwerpunkt sind dabei Leistungen im Raum Schmallenberg.

      Weltweite Kompetenz ganz nah beim Kunden – diese Stärke der REMONDIS-Gruppe ist auch in Südwestfalen gefragt 

    Die Stadt zählt zu den touristischen Zentren und vereint auf 300 Quadratkilometern mehr als 80 Ortschaften und Stadtteile. Hier ist REMONDIS Olpe nun mit der Kommunalabfuhr sowie der Erfassung von Altglas und Leichtverpackungen betraut, aber auch mit maschineller Straßen- und Sinkkastenreinigung. Zum Leistungsspektrum gehört ebenso der Betrieb eines Wertstoffhofs. Zusätzlich sind Kommunalverträge in Herscheid, Neuenrade und Eslohe hinzugekommen – drei Ortschaften mit insgesamt rund 30.000 Einwohnern.Das südwestfälische Einsatzgebiet ist vielfach nur dünn besiedelt. Um diese Herausforderung effizient und somit wirtschaftlich meistern zu können, setzt REMONDIS Olpe auf ein ausgefeiltes Logistiksystem. Am Stammsitz Olpe stehen gleich zwei Standorte bereit, an denen Materialien wie Leichtverpackungen, Folien oder Altpapier umgeschlagen und zum Teil auch verpresst werden können. Ein wesentlicher Bestandteil des Portfolios sind Leistungen für Industrie, Handel und Gewerbe. Diesem Kundenkreis bietet REMONDIS Olpe Komplettpakete bis hin zur Werksentsorgung. Von diesem Angebot machen zum Beispiel die Firmen Trilux und Dometic Gebrauch, zwei der mehr als 100 Weltmarktführer, die in Südwestfalen zu Hause sind.

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