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  • Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    „Wir werden nicht durch die Erinnerung an unsere Vergangenheit weise, sondern durch die Verantwortung für unsere Zukunft.“ Das sagte einst der große irische Schriftsteller George Bernard Shaw, und wenn man sich die Herausforderungen anschaut, denen sich die Menschheit im Hinblick auf Umwelt- und Klimaschutz, Ernährung sowie Rohstoffversorgung bei gleichzeitiger Ressourcenschonung schon heute stellen muss, dann kann man ihm nur recht geben. Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen bedeutet nichts weniger, als in der Gegenwart so zu handeln und zu wirtschaften, dass es für kommende Generationen noch eine lebenswerte Zukunft gibt. Als Familienunternehmen, das sich in allen Geschäftsfeldern dem Nachhaltigkeitsgedanken verpflichtet fühlt, ist genau das unser Auftrag. Aus diesem Grund haben wir uns einen neuen Slogan gegeben: Ab sofort erscheint das REMONDIS-Logo als neue Wort-Bild-Marke mit dem Zusatz ‚Im Auftrag der Zukunft‘. Dass dies keine leere Behauptung ist, beweisen Tag für Tag die über 30.000 Menschen, die für REMONDIS Wertstoffe sammeln, sortieren und verwerten, für saubere und nährstoffreiche Böden sorgen, die Wasserversorgung und Abwasserreinigung sicherstellen, nachhaltig Biogas und Energie erzeugen und gemeinsam mit privaten und kommunalen Partnern für Sauberkeit und Verkehrssicherheit in den Städten und Gemeinden sorgen. So arbeitet REMONDIS im Auftrag der Zukunft schon in der Gegenwart daran, den Planeten und unsere urbanen Lebensräume auch für unsere Kinder und deren Nachfahren lebenswert zu erhalten und zu gestalten. Die Gegenwart bietet uns die Möglichkeit zur Veränderung, doch um die Zukunft zu gestalten, ist Veränderung notwendig.  

    Dass auch unsere Partner im benachbarten Ausland die Zukunft im Blick haben, zeigt ein Beispiel aus den Niederlanden.  Wenn ein niederländischer Kommunalbetrieb sein komplettes Gewerbegeschäft an REMONDIS veräußert, dann lohnt es sich, nach den Gründen zu fragen. ROVA-Geschäftsführer Hans Groenhuis erklärt im Interview mit REMONDIS aktuell, wie sich das europäische Vergaberecht auf die Möglichkeit zur Inhouse-Vergabe auswirkt und warum Kommunen in ganz Europa gut beraten sind, über eine strikte Abtrennung von gewerblichen Aktivitäten nachzudenken. 

    Wie steht es eigentlich mit der Zufriedenheit kommunaler Kunden und was kann REMONDIS tun, um Kommunen bei der Bewältigung ihrer Aufgaben der „Daseinsvorsorge“ noch besser zu unterstützen? Wir wollten es genauer wissen und haben nachgefragt. Das Ergebnis der von einem unabhängigen Institut im Auftrag von REMONDIS durchgeführten Kundenbefragung ist ermutigend und Ansporn zugleich. Wenn nicht nur bestehende Kunden ihre große Zufriedenheit äußern, sondern selbst ehemalige Kunden sich nach Vertragsende mit überwältigender Mehrheit positiv äußern und sich eine erneute Zusammenarbeit mit REMONDIS vorstellen können, ist das eine gute Nachricht. Ein Grund, sich zurückzulehnen, ist es jedoch auf keinen Fall. Es gibt immer Verbesserungspotenziale beim Dienst für die Bürgerinnen und Bürger in den Städten und Gemeinden. REMONDIS wird alles daransetzen, die angebotenen Dienstleistungen zu optimieren und für die Vertragspartner und die Leistungsempfänger gleichermaßen den jeweils bestmöglichen Service zu fairen und günstigen Konditionen anzubieten. Im Auftrag der Menschen. Im Auftrag der Zukunft. 

    Viel Spaß beim Lesen der REMONDIS aktuell wünscht Ihnen

    Ihr Thomas Conzendorf

Verpflichtende EU-Vorgaben

  • Seit knapp einem Jahrzehnt ist Polen Mitglied der Europäischen Union. Somit gelten die EU-Vorgaben für eine recyclingorientierte Kreislaufwirtschaft auch für das größte Land unter den neuen Mitgliedsstaaten. Die Umsetzung allerdings verlief lange Zeit stockend. Neuordnungen sollen nun die Dinge beschleunigen.

Neuregelungen mit großen Veränderungen

  • Kein Zweifel: In den vergangenen Jahren hat sich in Polen viel getan. Dennoch liegt das Land in puncto Recycling und Kreislaufwirtschaft noch zurück. Um dies zu ändern und mit Blick auf von der Europäischen Kommission angedrohte Sanktionen erließ die Regierung grundlegende Neuordnungen.

    Im ersten Schritt trat vor zwei Jahren das Gesetz „Über Sauberkeit und Ordnung in den Kommunen“ in Kraft. Der Siedlungsabfallbereich wurde damit vollständig umstrukturiert, und zwar im Sinne einer Kommunalisierung. Zuvor konnten die Bürger und Gewerbebetriebe wählen, wer die anfallenden Reststoffe abholt. Jetzt unterliegen Siedlungsabfälle der Zuständigkeit der Kommunen. 

    Wenig später folgte die nächste Neuregelung. Diesmal bedingt durch die Umsetzung der EU-Abfallrahmenrichtlinie in nationales Recht – ein Vorhaben, das eigentlich schon bis Ende 2010 hätte erfolgen müssen. Mitte 2013 wurden die Bestimmungen gültig. Sie stärkten die Position der Kommunen als Eigentümer der in Haushalten anfallenden Materialien und legten den Grundstein für eine Verpflichtung der Bürger zur Getrenntsammlung verwertbarer Materialien. 

    Landesweit fallen in Polen jährlich rund 12 Millionen Tonnen Siedlungsabfall an, gut zwei Drittel stammen aus privaten Haushalten.

    Beide Neuordnungen führten landesweit zu Vergaberunden – Ausschreibungen wurden vorbereitet und umgesetzt. Zum Teil sind sie bis heute nicht abgeschlossen. All das kostet Zeit, schafft Unsicherheiten und sorgt dafür, dass begonnene wie auch geplante Projekte vielfach langsamer vorankommen als vorgesehen oder sich jetzt als Fehlinvestition erweisen.

Ambitionierte Ziele fordern moderne Technologien

  • Als Marktführer verfügt das Unternehmen über Niederlassungen in 42 Städten und ein Netz mit 25 Sortieranlagen

  • Offiziellen Angaben zufolge werden in Polen bisher rund 14 Prozent der Siedlungsabfälle recycelt. Bis 2020 soll bei Glas, Papier, Metall und Kunststoff mindestens die Hälfte verwertet werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Infrastrukturen für eine flächendeckende Getrenntsammlung notwendig und leistungsstarke Anlagen für die nachfolgende Aufbereitung. Deren Finanzierung, Planung und Realisation lassen sich mit privatwirtschaftlicher Unterstützung leichter realisieren. 

Bestens aufgestellt

  • REMONDIS ist seit Anfang der 90er Jahre in Polen aktiv – sowohl über öffentlich-private Partnerschaften als auch in eigener Regie. Als Marktführer verfügt das Unternehmen über Niederlassungen in 42 Städten und ein Netz mit 25 Sortierlagen sowie weiteren Anlagen für spezielle Stoffströme oder zur Produktion von Ersatzbrennstoffen. Landesweit werden pro Jahr nahezu 1,5 Millionen Tonnen Abfälle und Wertstoffe von REMONDIS gesammelt. Modernste Erfassungslogistik, ein breites Leistungsspektrum und flächendeckende Systemdienstleistungen sind dabei Standard. 

    REMONDIS ist in Polen sowohl in der Kreislaufwirtschaft als auch in der Wasserwirtschaft tätig.

Investitionen bei gesicherter Ausgangslage

  • REMONDIS ist seit 1990 ein verlässlicher Partner in der polnischen Abfallwirtschaft

    Standorte von REMONDIS finden sich in allen Regionen Polens, auch in Gliwice, einem Wirtschaftsstandort mit fast 200.000 Einwohnern. Hier ist das Unternehmen über die REMONDIS Gliwice Sp.zo.o. präsent, ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem die Stadt Gliwice mit 20 Prozent beteiligt ist. Die PPP-Gesellschaft ist spezialisiert auf Wertstoffsammlung und -aufbereitung, Siedlungsabfallentsorgung, Containerdienstleistungen sowie Straßenreinigung und Winterdienst. In der ersten Ausschreibungsrunde nach der Gesetzesänderung hat sie Ausschreibungen in umliegenden Städten und Gemeinden hinzugewonnen, wodurch sich das Einzugsgebiet vergrößerte. Zusätzlich gründete REMONDIS Gliwice ein Joint Venture mit der lokalen Deponiegesellschaft, welches nun in eine gemeinsame MBA-Anlage investiert. Die angeschlossenen Kommunen kommen damit ihren Aufbereitungszielen ein weiteres Stück näher und sind zugleich im Hinblick auf die notwendigen rechtlichen Standards abgesichert. Für REMONDIS bedeutet dies: Die Voraussetzung für fortgesetzte Investitionen sind gegeben. Im Jahr 2014 wird das Leistungsspektrum vor Ort folglich erweitert – mit neuen Möglichkeiten zur Aufbereitung von Wertstoffen und biologischen Abfällen.

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