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  • Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    das noch junge Jahr 2019 zeigt sich schon jetzt als von Unsicherheiten geprägtes Jahr. Wir alle stehen vor einer Reihe von Herausforderungen, von denen sich viele auf unsere Umwelt und das Klima beziehen und damit auch die Branche der Umweltdienstleistungen betreffen. Nach einem Jahr, in dem der Klimawandel auf der ganzen Welt Verwüstungen in Form von Überschwemmungen, Waldbränden und Hitzewellen angerichtet hat, erwarten Experten, dass sich diese Entwicklung auch im Jahr 2019 fortsetzt. Nicht erst seit die junge schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg Schülerinnen und Schüler weltweit zu Freitagsdemonstrationen für den Klimaschutz bewegt, wird industriellen und politischen Entscheidern sowie Verbrauchern weltweit klar, dass dringende Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen erforderlich sind. Es ist eine Mammutaufgabe, geht es doch um nichts weniger, als den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen und Ressourcen für zukünftige Generationen zu erhalten. Genau das ist es, was REMONDIS tut. Durch die Rückgewinnung von hochwertigen Rohstoffen aus Abfällen lassen sich in einem Umfang Klimagase einsparen und natürliche Ressourcen schonen, den keine andere Einzelmaßnahme erzielen könnte. Deshalb betrachten wir es als unsere Aufgabe, gerade auch international unser Know-how und unsere Dienstleistungen im Sinne einer ressourcenschonenden Recyclingwirtschaft zu verbreiten.

    Dabei ist auch in unserer Branche ein technologischer Wandel im Gange, der vieles verändern wird. Eine zunehmend digitale Welt verändert unausweichlich unseren Alltag und die Art und Weise, wie wir Geschäfte machen. Die zunehmende Digitalisierung ist jedoch nur eine der großen Herausforderungen. In vielen Regionen der Welt zeichnen sich politische Veränderungen ab, die unsere grenzüberschreitenden Nachhaltigkeitsbemühungen erschweren könnten. Dazu gehören sicher die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Brexit und die wachsenden Spannungen zwischen den Großmächten der Welt. Wir brauchen die Unterstützung der Politik, um die Welt ein Stück nachhaltiger zu machen, sei es durch die Einführung eines europäischen Deponieverbots oder durch die Entwicklung einer Ökodesign-Richtlinie, die nicht nur die Energie-, sondern auch die Rohstoffeffizienz beinhaltet. Insofern darf man die Wahlen zum Europäischen Parlament als wichtigen politischen Meilenstein in Europa betrachten.

    Hier bei REMONDIS arbeiten wir hart daran, diese Herausforderungen in Chancen umzuwandeln und sicher durch diese stürmischen Meere zu navigieren. Wir planen den Weg zum dauerhaften Erfolg, indem wir in Technologie investieren und unser Portfolio erweitern.

    Lesen Sie in dieser Ausgabe der REMONDIS AKTUELL mehr über unsere zukünftigen Pläne und darüber, wie unsere Kunden in diesen volatilen Zeiten von unseren starken und stabilen Dienstleistungen profitieren können.

    Ihr Egbert Tölle

Bewertung nach Ressourcen- und Klimaschutzaspekten

  • Die Europäische Union geht einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und setzt ganz konkret bei den Elektrogeräten an. Über umfassende Neuregelungen der Ökodesign-Richtlinie soll erreicht werden, dass insbesondere Haushaltsgeräte stärker als bisher auf Ressourcen- und Klimaschutz ausgerichtet sind. Erstmals rückt dabei auch die Lebensdauer der Geräte in den Fokus.

Neuregelung betrifft zunächst zehn Produktgruppen

  • Die von der Europäischen Kommission und den EU-Mitgliedstaaten beschlossene Anpassung der Ökodesign-Richtlinie verfolgt eine doppelte Stoßrichtung. So werden zum einen bereits bestehende Vorschriften zur Energieeffizienz weiter verschärft. Zum anderen kommen neue Vorgaben hinzu, die sich direkt auf den Lebenszyklus der Geräte beziehen. Betroffen sind zunächst zehn Produktgruppen, insbesondere Haushaltsgeräte wie Geschirrspüler, Waschmaschinen und Kühlschränke, aber auch Leuchtmittel. Um für eine längere Nutzung dieser Produkte zu sorgen, treibt die EU deren Reparierbarkeit und Ersatzteilversorgung voran: Ersatzteile müssen demnächst über einen längeren Zeitraum hinweg verfügbar und die zur Reparatur benötigten Informationen frei zugänglich sein. Das technische Design der Geräte ist so anzulegen, dass mit üblichen Werkzeugen repariert werden kann.

    • Ab März 2021 verpflichtet die EU Elektrogerätehersteller die Reparierbarkeit ihrer Produkte deutlich zu vereinfachen

Inkrafttreten ab März 2021

Die neuen, verbindlichen Regelungen sind größtenteils ab März 2021 einzuhalten. Durch den neu hinzugekommenen Ansatzbereich in puncto Lebensdauer werden sie zur Ressourcenschonung beitragen, denn die Herstellung von Elektrogeräten ist rohstoffintensiv. Dennoch: Auch reparierte Produkte haben irgendwann ihr Lebensende erreicht – spätestens dann, wenn sich eine weitere Reparatur unter Kosten- und Leistungsaspekten nicht mehr lohnt.

REMONDIS fordert, dringend auch die Recyclingfähigkeit von Produkten in die Ökodesign-Richtlinie aufzunehmen.

Vor diesem Hintergrund setzt sich REMONDIS unverändert dafür ein, der Rohstoffeffizienz einen höheren Stellenwert einzuräumen. Ziel sollte sein, Produkte so zu kennzeichnen, dass Verbraucher nicht nur den Energieverbrauch eines Gerätes erkennen können, sondern auch dessen Recyclingfähigkeit. Also beispielsweise, wie gut sich ein Kühlschrank nach Gebrauch recyceln lässt und ob er bereits recycelte Rohstoffe enthält. Auf dieser Basis lassen sich dann vom Verbraucher Kaufentscheidungen treffen, die über den Preis und die Nutzungsdauer hinausreichen.

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