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  • Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    wenn man sich das Editorial der im Frühjahr erschienenen REMONDIS AKTUELL in Erinnerung ruft, liest sich der Inhalt nahezu prophetisch. Da war unter anderem die Rede von der außergewöhnlichen Trockenheit des Jahres 2018, verbunden mit der Prognose, dass es in diesem Jahr wieder so kommen könnte. Nun, wenige Monate später wissen wir, es ist wieder so gekommen. Die mit Abstand überwältigende Mehrheit der Klimatologen ist sich anhand der Erkenntnisse aus Bohrkernen und anderen empirischen Daten einig: Der industrialisierte Mensch hat es verursacht und nur der Mensch kann es wieder richten. Die Frage ist nur, wie. Der Autoverkehr, die fossile Energieerzeugung und natürlich auch der Flugverkehr stehen im Fokus der Überlegungen. Elektrifizieren der Mobilität ist das Gebot der Stunde. Doch das ist angesichts der physikalischen Fakten gar nicht so einfach, denn unser Netz kann gar nicht genug Leistung für die vielen Fahrzeuge bereitstellen, so sie denn gleichzeitig laden wollen. Es stellt sich also die Frage, ob Elektromobilität die richtige Lösung ist. Trotzdem ist die Mobilitätswende auf dem Weg, genauso wie die laufende Umstellung der Energieerzeugung von fossil auf regenerativ. Schon heißt es von Seiten der Wissenschaft, dass diese Maßnahmen alleine nicht reichen würden. Wir hätten da noch eine weitere gute Idee, und dass sie auch praktikabel ist, beweisen wir bei REMONDIS mit unserer Arbeit tagtäglich. Klimaschutz durch Recycling, möglichst weltweit. Wenn wir es als Menschheit schaffen würden, unsere Rohstoffe konsequent im Kreis zu führen und obendrein die Deponierung von Abfällen und den damit verbundenen Methanausstoß gänzlich zu vermeiden, stünde die daraus resultierende Treib-hausgaseinsparung an dritter Stelle der wirkmächtigsten Einsparpotenziale. Deutschland hat es mit dem TaSi-Gesetz bereits seit 2005 vorgemacht. Höchste Zeit für eine Euro-TaSi, oder besser gleich weltweit. Bei REMONDIS setzen wir die Forderung jeden Tag konsequent um.

    International ist zu beobachten, dass sich Russland derzeit verstärkt bemüht, die Deponierung von Abfällen zu verringern, indem man eine funktionierende Kreislaufwirtschaft auf den Weg bringt. Auf Initiative der russischen Regierung ist jede der 80 russischen Regionen nun verpflichtet, einen General Operator für die Erneuerung der Abfallwirtschaft hin zu mehr Recycling zu benennen. In Saransk, der Hauptstadt der russischen Republik Mordwinien und laut einer Erhebung aus dem Jahr 2010 eine der lebenswertesten Städte Russlands, setzt REMONDIS diese Forderung schon seit Jahren erfolgreich um. Nicht zuletzt dadurch gilt Saransk als beispielhaft für den Weg, den die russische Abfallwirtschaft in Zukunft beschreiten könnte.

    Einige unserer neuen Auszubildenden engagierten sich bisher bei Fridays for Future für mehr Klimaschutz. Mit der Wahl ihres Ausbildungsplatzes bei REMONDIS haben sie eine folgerichtige Entscheidung für eine im wahrsten Sinne des Wortes nachhaltige Karriere getroffen, denn bei uns ist quasi „Everyday for Future“. REMONDIS leistet durch konsequentes Recycling und die Verwertung von Abfällen zu Rohstoffen, Energie und Wärme einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung und zum Klimaschutz. Willkommen bei den Klimaprofis.

    Ihr Max Köttgen

Recycling hat Priorität

  • Wer Nachhaltigkeit zum Ziel hat, setzt auch bei industriellen Reinigungsarbeiten auf Recycling. Dass Rückgewinnung selbst bei anspruchsvollen Projekten mit besonderen Sicherheitsanforderungen möglich ist, beweist eine Tankreinigung am REMONDIS-Standort im oberbayerischen Oberhausen. Mit innovativer Technik wird dort ein Lösemitteltank gereinigt, und zwar so, dass ein Großteil der entfernten Rückstände wiederverwertbar ist.

Eigens entwickeltes Verfahren

In Oberhausen betreibt REMONDIS eine Anlage, in der unter anderem Lösemittel und Lösemittelgemische für den Einsatz als Ersatzbrennstoff aufbereitet werden. Nach Übernahme des Standorts im letzten Jahr steht jetzt die Reinigung eines oberirdischen Festdachtanks an. Der bereits bis auf circa 3 Meter entleerte Tank enthält etwa 1.500 Kubikmeter Lösemittelrückstände, die sicher, emissionsfrei und mit hoher Rückgewinnungsrate zu entfernen sind. Dafür konzipierte BUCHEN ein Verfahren, bei dem gleich mehrere Fachbereiche des Industriedienstleisters ihre Kompetenzen einbringen.

Trennung in feste und flüssige Bestandteile

Im ersten Schritt werden die noch vorhandenen Lösemittelschlämme durch BUCHEN-ICS homogenisiert und in gasdichte Behälter abgepumpt. FILTRATEC übernimmt die Rückstände, um sie vor Ort in feste und flüssige Bestandteile zu trennen. Dazu nutzen die Experten für Schlammentwässerung einen mobilen ATEX-Dekanter, was neben hoher Rückgewinnung auch den gefahrlosen Verarbeitungsprozess sowie zuverlässigen Emissionsschutz gewährleistet.

Manway-Cannon im Einsatz

Bei der Grobreinigung des aus Sicherheitsgründen mit Stickstoff überlagerten Tanks setzt BUCHEN-ICS modernste Technik ein, unter anderem eine sogenannte Manway-Cannon. Das ist ein automatisiertes Tankreinigungssystem, dessen Kern eine mit Kamera- und Scheinwerfereinheiten ausgestattete Reinigungskanone ist. Der Reinigungsvorgang selbst erfolgt ferngesteuert und kann per Videoübertragung exakt kontrolliert werden. Als Spülmedium dient die Flüssigphase aus dem Tank. Gemeinsam mit den enthaltenen abgelösten Feststoffen wird sie danach dekantiert. Durch die Spülung mit Flüssigkeit aus dem Tank anstelle von Wasser ist dabei ein deutlich höherer Rückgewinnungsgrad möglich.

Durchdachte Konzepte und automatisierte Verfahren erlauben auch bei der Tankreinigung hohe Recyclingraten.

Nach Abschluss der Reinigung im geschlossenen System wird der Tank entgast und für den Einstieg mit Vollatemschutz freigegeben. Jetzt kann BUCHEN UmweltService die abschließende Feinreinigung des Innenraums übernehmen, unter anderem mit Wasserhochdruck-Technik. Die anfallenden wässrigen Reinigungsrückstände werden an REMONDIS übergeben und über die betriebliche Abwasseraufbereitungsanlage entsorgt.

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