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  • Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    es gibt Grund zu feiern! 30 Jahre Deutsche Einheit. Oder sollten wir vielleicht nicht besser sagen: 30 Jahre gemeinsames Arbeiten an der Deutschen Einheit? Historisch betrachtet ist das sicher richtig, denn der Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Betrachtet man die deutsche Geschichte, kommt einem allerdings auch der Gedanke, dass ein solcher Prozess wohl niemals abgeschlossen werden kann. Jede Region hat ihre kulturellen Eigenheiten, ihre eigenen Dialekte, ihre eigenen Befindlichkeiten, ihren eigenen Menschenschlag. Salopp gesagt war es schon immer ein weiter Weg vom Labskaus zum Leberkäs und vom Halven Hahn zum Leipziger Allerlei. Und das ist auch gut so, denn wie immer sind es die Unterschiede, die dauerhaft eine Dynamik entfalten, die uns alle kulturell und wirtschaftlich reicher macht. Abgesehen davon sind wir ja noch ziemlich jung. Deutschland gibt es noch gar nicht so lange. Als Staatsgebilde sind wir knapp 100 Jahre jünger als die Vereinigten Staaten von Amerika. Und die arbeiten bekanntlich auch immer noch an ihrer Einheit.

    Wir als Familienunternehmen sind sehr dankbar, dass wir den Einigungsprozess von Anfang an durch unser konstruktives Engagement mitgestalten durften. Während bis heute die Kritik an der Herangehensweise der Treuhandanstalt nicht verhallt, die häufig eher auf Abwicklung statt auf Entwicklung gesetzt hat, war und bleibt es immer unser Ansatz, gemeinsam mit den kommunalen Partnern vor Ort Lösungen für die Zukunft zu finden. Die Erfolge sprechen für sich, sei es in der Lausitz, wo wir trotz sinkender Bevölkerungszahlen mit unserer gemeinsamen Gesellschaft WAL Betrieb im Wasserbereich seit Jahrzehnten für stabile Gebühren und sichere Arbeitsplätze sorgen, oder in Schwerin, wo die Öffentlich-Private Daseinsvorsorge ebenfalls wirtschaftlich höchst erfolgreich Hand in Hand von REMONDIS und der Stadt geleistet wird. Und das sind nur zwei Beispiele von vielen. Es waren und sind vor allem unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Regionen, die mit unglaublichem persönlichen Einsatz dafür gesorgt haben, dass sich REMONDIS gleich nach dem Mauerfall an den neuen Standorten auch zu einem lokalen ostdeutschen Familienunternehmen entwickeln durfte und längst auch genauso wahrgenommen wird. Dass Teile der Familie schon sehr früh aus dem westfälischen Selm ihren Lebensmittelpunkt dauerhaft nach Mecklenburg-Vorpommern verlegt haben, sei dabei nur am Rande erwähnt. Einheit muss man aktiv leben, genau wie Nachhaltigkeit. In beidem ist REMONDIS stark und der Zukunft zugewandt.

    Klar ist aber auch, dass es noch oder wieder sehr viel zu tun gibt. Die durch das Corona-Virus ausgelöste Rezession belastet die Haushalte der deutschen Kommunen in dramatischem Ausmaß. Laut Statistischem Bundesamt belief sich das Finanzierungsdefizit der Städte und Gemeinden im ersten Halbjahr auf 9,7 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor lag das Minus lediglich bei 0,3 Milliarden Euro. Der Grund für die negative Entwicklung liegt demnach in den starken Einnahmeausfällen der Kommunen im zweiten Quartal 2020. Von April bis Juni war die deutsche Wirtschaft um 9,7 Prozent eingebrochen, so stark wie nie zuvor. Ein Grund mehr, für die Zukunft über Entlastungsmöglichkeiten nachzudenken. Man muss nicht alles selber machen, das Hilfsangebot der Privatwirtschaft steht. Gerade die kostenintensiven Dienstleistungen der kommunalen Daseinsvorsorge, ob in der Abfallwirtschaft oder beim Wasser, bieten sich für die Gründung gemeinsamer Gesellschaften zur Öffentlich-Privaten Daseinsvorsorge an. Dies habe ich gemeinsam mit Professor Dr. Michael Schäfer, emeritierter Professor für Kommunalwirtschaft an der Universität Eberswalde, in einem von uns beiden verfassten Buch anhand vieler Beispiele deutlich machen können, ohne dabei Negativbeispiele zu verschweigen. Nur aus Fehlern kann man bekanntlich lernen und es in Zukunft besser machen. Daran arbeiten wir gemeinsam mit unseren Freunden und Partnern in den mittlerweile nicht mehr ganz so neuen Bundeländern, in Europa und weltweit.

    Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe und bleiben Sie gesund.

    Ihr Ludger Rethmann

Gemeinsam Flagge zeigen

  • Die Charta der Vielfalt möchte ein Arbeitsumfeld schaffen, das frei von Vorurteilen ist und alle Mitarbeitenden gleichermaßen wertschätzt – unabhängig von geschlechtlicher Identität, Nationalität, Religion, Alter, ethnischer Herkunft, sexueller Orientierung und Weltanschauung. Im Rahmen des Deutschen Diversity Day zeigt Cottbus Flagge und repräsentiert sich als bunte, weltoffene Stadt. Neben der LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG – ein Gemeinschaftsunternehmen aus Stadt Cottbus, Umlandgemeinden, Zweckverbänden sowie REMONDIS Aqua – gehören auch andere wichtige Unternehmen und Einrichtungen zu den Unterzeichnern der Charta. Darunter die Lausitz Energie Bergbau AG, die BTU Cottbus-Senftenberg, das Carl-Thiem-Klinikum, die Envia Service GmbH, die CMT Cottbus Congress, Messe & Touristik GmbH, die Gebäudewirtschaft Cottbus GmbH, die SpreeGas Gesellschaft für Gasversorgung und Energiedienstleistung mbH, die IHK Cottbus, das Gründungszentrum Lausitz und die Actemium Bea GmbH.

Buntes Programm

    • Passend zum Motto wird der Tag der Vielfalt jährlich auch in Cottbus von einem regen bunten Treiben begleitet. Ein gemeinsames Picknick als Zeichen für Vielfalt und Toleranz sowie unterschiedliche Workshops und Gesprächsreihen zählen beispielsweise zum Programm. Zahlreiche Unternehmensvertreter kommen zu Wort und diskutieren über zukünftige Handlungsfelder und Entwicklungsmöglichkeiten zur Förderung der Vielfalt in allen Bereichen. Es geht um die Chancen, die ein vielseitiger Mix mit sich bringt. In der Gesellschaft genauso wie in der Arbeitswelt.

    Mehr Infos finden Sie unter zukunftlausitz.de/diversity-tag-2020

    • In diesem Jahr fand der Diversity Day aufgrund der aktuellen Situation digital statt. Unter dem Hashtag #lausitzzusammenbunt und auf der Lausitzer Website (zukunftlausitz.de/diversity-tag-2020) zeigen Lausitzer Wirtschaftsakteure, Institutionen, Firmen und Vereine, wie bunt und vielfältig der Wirtschaftsstandort Lausitz und wie attraktiv die Region auch für Arbeitnehmer ist. Als Highlight entstand dazu ein Video.

      Marten Eger, Technischer Geschäftsführer der LWG, präsentiert stolz die unterschriebene Charta der Vielfalt

Charta der Vielfalt

Die Charta der Vielfalt ist eine Arbeitgeberinitiative unter Schirmherrschaft von Angela Merkel mit dem Ziel, die Vielfalt in deutschen Institutionen und Unternehmen zu fördern. Rund 3.000 Arbeitgeber mit insgesamt 10,4 Millionen Beschäftigten haben die Charta bereits unterzeichnet.

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