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  • Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    wieder geht ein erfolgreiches Jahr für unsere Familienunternehmung zu Ende, ein Satz, den man so oder so ähnlich recht häufig lesen kann. In unserem konkreten Fall lässt einen der Blick zurück auf das Editorial der Weihnachtsausgabe des letzten Jahres 2018 allerdings auch ein wenig schmunzeln. Vor genau zwölf Monaten war an dieser Stelle die Rede von großen Marktchancen im Recycling und im Bereich Transport und Verkehr. Weiter hieß es dort: „Mit dem Erwerb des DSD – Duales System Deutschland GmbH (und dem Einstieg bei Transdev) konnten wir diese Chancen nutzen. Beide Transaktionen bedürfen noch der Genehmigung durch die jeweils zuständigen Aufsichtsbehörden.“

    Wie wir heute, ein Jahr später, wissen, hat die Beteiligungsakquisition an der Transdev-Gruppe prima geklappt, während der anderen – DSD – seitens des Bundeskartellamts zumindest vorläufig ein Strich durch die Rechnung gemacht wurde. Dabei hat sich unsere damalige Einschätzung des Marktes für Verpackungsrecycling, nämlich das Fehlen einer dominierenden Marktposition seitens DSD, in jüngster Zeit noch einmal sehr deutlich bestätigt. Seitdem die Schwarz-Gruppe durch den Erwerb von Tönsmeier quasi über Nacht zu einem der fünf größten Unternehmen der Kreislaufwirtschaft geworden ist und mit der in PreZero umbenannten Firma auch den Einstieg in den Verpackungsmarkt forciert, ist es zu mehreren großen Wechseln in der Kundenstruktur der Dualen Systeme gekommen. So wechselte vor kurzem REWE, einer der drei größten Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen in Deutschland, das Duale System und ist nun Kunde von Reclay. Und am 19. November ging die Meldung durch die Fachpresse, dass nun auch Aldi den Anbieter gewechselt hat und fortan statt bei DSD seine Verpackungen bei Interseroh lizenzieren lässt. Wir sind gespannt, ob und wie sich die jüngsten Entwicklungen auf die Einschätzung des Oberlandesgerichts auswirken werden.

    Das Jahr 2019 endet auf politischer Ebene erstmals mit einem konkreten Klimapaket der Bundesregierung. Die Recyclingbranche, die spätestens seit Einführung der TaSi 2005 einen wesentlichen, wenn nicht ausschlaggebenden Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen leistet, reibt sich beim Lesen der 22 Seiten verwundert die Augen. Ganze 16 Zeilen widmet das Papier unserer Branche. Vielleicht betrachtet man unser Wirken für nachhaltigen Klimaschutz ja bereits als Selbstverständlichkeit? Wahrscheinlicher ist jedoch, dass man das Klimaschutzpotenzial von Recycling nach wie vor unterschätzt. Und es gibt noch jede Menge ungenutztes Potenzial. Würde man die Substitutionsquote, also den Anteil von Recyclingrohstoffen bei der industriellen Produktion, von derzeit 15 Prozent auf 30 Prozent verdoppeln, ließen sich alleine mit einer solchen Quotierung rund 60 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Es bleibt also dabei: Mit umfänglichem Recycling sind die Klimaziele zu schaffen. Und dass wir es schaffen können, beweist REMONDIS jeden Tag aufs Neue.

    Mit diesem optimistischen Ausblick in die Zukunft möchten wir uns bei Ihnen allen für die hervorragende Zusammenarbeit und das große Vertrauen bedanken. Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2020.

    Ihr Ludger Rethmann

Austausch alle drei bis sechs Jahre

  • Die Elektrolyse von Natriumchlorid zur Herstellung von Chlor ist das weltweit bedeutendste Elektromembranverfahren. Um die volle Leistungsfähigkeit der Anlagen zu erhalten, müssen die Membranen jedoch regelmäßig gewechselt werden, und zwar je nach eingesetzter Stromdichte in zeitlichen Abständen von drei bis sechs Jahren. XERVON IPS hat hierfür ein hochspezialisiertes Leistungspaket entwickelt.

Umweltfreundliche Technologie

Chlor zählt zu den wichtigsten Grundchemikalien. Bei bis zu 70 Prozent aller chemischen Produkte spielt dieser Stoff direkt oder indirekt eine wichtige Rolle. Mit Blick auf die große Bedeutung der Chemikalie stellen viele Unternehmen Chlor über Elektrolyse selbst her. Moderne Anlagen zur Chlor-Alkali-Elektrolyse arbeiten überwiegend nach dem Membranverfahren. Die umweltfreundliche Technologie garantiert besonders reine Endprodukte, hat aber den Nachteil, dass die eingesetzten Membranen nur eine begrenzte Lebensdauer aufweisen, weil sich an diesen Anlagenteilen störende Fremdpartikel absetzen. Die Erneuerung der empfindlichen Membranen gilt als komplexe Aufgabe mit hohem Zeitaufwand. Schließlich besteht jede Elektrolyse-Anlage aus 162 Elementen, die für den Austausch der darin enthaltenen Membranen komplett zu demontieren sind.

Spezialisierung sichert Präzision und Zeitvorteile

    • Um den aufwändigen Membranwechsel zu beschleunigen und somit im Sinne der Kunden nicht nur Zeit, sondern auch Kosten einzusparen, hat die zu XERVON Instandhaltung gehörende XERVON IPS vor rund zehn Jahren ein speziell auf diesen Aufgabenbereich zugeschnittenes Dienstleistungspaket konzipiert, das stetig weiter optimiert wird. Seine besondere Stärke ist der hohe Spezialisierungsgrad.

    So sind die eingesetzten Mitarbeiter durchweg erfahrene Industriemechaniker, die zusätzlich eine Schulung im Fachgebiet Membranwechsel absolviert haben. In Zusatztrainings machen sie sich zudem vor jedem Einzelprojekt mit den individuellen Rahmenbedingungen des Kundenbetriebs vertraut.

Jeder Handgriff sitzt

Im Ergebnis sichert dies eine umfassende Expertise, die sich direkt in schnelleren Arbeitsabläufen und höherer Präzision auswirkt. Gerade beim Membranaustausch sind das entscheidende Vorteile, denn während der Arbeiten muss jeder Handgriff sitzen. Und zwar sowohl bei der Demontage der einzelnen Elemente als auch beim Einsetzen der neuen Membranen. Schon minimale Knicke oder Beschädigungen der tuchartigen Membranen beeinträchtigen deren spätere Funktion. Bleiben auf Anoden oder Kathoden nur winzige Mikropartikel zurück, kann dies die neue Membran irreparabel zerstören und eine komplette Wiederholung des Wechsels erfordern.

Als erfahrener Instandhalter hat sich XERVON IPS schon früh auf den Remembraning genannten Membranaustausch bei Elektrolyse-Anlagen spezialisiert.

Neben Demontage und Membranwechsel umfasst das XERVON-IPS-Leistungspaket auch Druckprüfungen der Elemente, Kontrollen der Anlagenteile auf Verbrauchsspuren sowie Begutachtungen des Coatings und eventuelle Initiativen zu dessen Erneuerung. Nach dem Wiederanlaufen der Anlage folgen eine Computerüberwachung mit Plausibilitätscheck und die Dokumentation aller ausgeführten Arbeiten. Zusätzlich bietet XERVON IPS seit diesem Jahr eine Aufbereitung der Schraubensätze der Elemente an. Was sich zunächst lapidar anhört, erschließt dem Kunden in der Praxis wesentliche Kostenvorteile. Schließlich verfügt jedes einzelne Elektrolyse-Element über 74 Schrauben. Bezogen auf die Gesamtanlage errechnet sich daraus ein Kontingent von nahezu 12.000 Schrauben, das nach der Aufbereitung kostensparend weitergenutzt werden kann.

Beitrag zur Energieeinsparung

Die XERVON-IPS-Dienstleistungen rund um den Membrantausch sind gefragt. Neben der Gewährleistung einer weiteren optimalen Funktionsfähigkeit der Anlagen bietet der Membranwechsel dabei aus Kundensicht noch einen zweiten wesentlichen Vorzug: Er sorgt auch für technologische Aufrüstung, denn der Tausch ermöglicht einen Übergang zu den neuen Membrangenerationen, die bei gleichem Energieeinsatz höhere Ausbeuten ermöglichen. Die Wartung und Instandhaltung sichert also nicht nur die volle Leistungskraft der Anlagen, sondern trägt darüber hinaus zur Energieeinsparung bei.

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