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  • Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    die Rückkehr zur Normalität ist dieser Tage ein sehnlicher Wunsch aller Menschen. Lassen Sie uns daher gemeinsam auf die positiven Dinge blicken, von denen es nicht zuletzt dank der sehr guten Zusammenarbeit mit Ihnen, unseren Partnern, Freunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jede Menge gab und gibt. Zum Jahreswechsel zieht man gewöhnlich Bilanz, und diese fällt für das Jahr 2020 glücklicherweise nicht ganz so schlimm aus, wie angesichts der allgemeinen Lage zu erwarten gewesen wäre. Gleichzeitig können wir hoffnungsvoll und optimistisch auf das kommende Jahr 2021 blicken.

    Da wäre zum Beispiel unser Wiedereinstieg in die Duale Systematik. Vielleicht erinnert sich der eine oder die andere noch daran, dass wir unser eigenes Duales System EKO-PUNKT im Sommer 2014 wegen der seinerzeit unkalkulierbar gewordenen juristischen und damit auch wirtschaftlichen Risiken abgemeldet hatten. Dann kam das neue Verpackungsgesetz und löste ein für alle Mal die endlose Kette der Novellierungen der alten Verpackungsverordnung ab. Damit sind die notwendigen Rahmenbedingungen für die Rückkehr in den Markt der Dualen Systeme nun wieder gegeben. Nach dem ersten Versuch – der leider aus kartellrechtlichen Gründen abgelehnten Übernahme von DSD –
 hat REMONDIS nun mit RK ein Duales System erworben, das zwar alle gültigen Lizenzierungen besitzt, aber bislang keine Marktanteile hatte. Ideale Bedingungen für unseren Wieder
einstieg in diesen Markt, der zu einem Recyclingunternehmen gehört wie die rote Mütze zum Weihnachtsmann. Und so wird nun aus RK das neue Duale System EKO-PUNKT. In Anlehnung an einen berühmten Film der 80er Jahre könnte man sagen: „Zurück in die Zukunft!“

    Weihnachten darf man sich ja bekanntlich etwas wünschen. Die Europäische Kommission und die deutsche Bundesregierung wünschen sich sogenannten grünen Stahl, also Stahl, der ohne fossile Energieträger auskommt und somit möglichst wenig CO2 emittiert. Dazu hat man „grünen Wasserstoff“ als potenziell klimaneutralen Energieträger ausgemacht. Wie bei so vielen Wünschen steht vor der Erfüllung allerdings die Frage, wo soll es herkommen? Und vor allem, wer soll das bezahlen? Abgesehen davon, dass es für grünen Stahl bislang keine offizielle Definition gibt, erscheint die Bereitstellung ausreichender Mengen grünen Wasserstoffs angesichts des stockenden Ausbaus regenerativer Erzeugungskapazitäten in absehbarer Zeit doch eher unwahrscheinlich. Dabei gibt es den begehrten grünen Stahl längst. Er wird aus Qualitätsstahlschrotten produziert, von denen TSR bereits heute über acht Millionen Tonnen in den Produktionskreislauf zurückführt – ohne Landschaftsverbrauch, ohne zusätzliche Ressourcenausbeutung, ohne überflüssige Transporte um den halben Erdball und weitestgehend klimaneutral. Klingt fast wie Weihnachten, ist aber wahr.

    Mit diesen guten Neuigkeiten möchten wir uns bei Ihnen allen für die hervorragende Zusammenarbeit und das große Vertrauen bedanken. Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2021.

    Ihr Thomas Conzendorf

In drei Recyclingsparten aktiv

  • TSR, Stahl- und Metallrecyclingtochter von REMONDIS, hat fünf Standorte des australisch-amerikanischen Recyclingkonzerns Sims Metal Management in Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Österreich und Schweden übernommen. Mit den neuen Gesellschaften erweitert TSR das Geschäftsfeld Metallrecycling erheblich. Das Unternehmen agiert zukünftig mit insgesamt drei Recyclingsparten am Markt: Das klassische Eisen- und Nichteisen-Recyclinggeschäft bildet die erste Sparte, alle bestehenden Aktivitäten der Metallrückgewinnung im Downstream-Bereich bilden die zweite und das Elektrorecycling bildet die dritte.

Meilenstein in der Unternehmensentwicklung

„Mit dem Kauf ergänzen wir unser Portfolio um die Sparte Elektrorecycling und erweitern unser bereits bestehendes Angebot im Downstream-Bereich“, erläutert Christian Thielen, kaufmännischer TSR-Geschäftsführer, die strategische Entscheidung. „Diese Veränderungen sind wichtige und notwendige Meilensteine in der Unternehmensentwicklung. Sie werden dazu beitragen, unsere Marktposition zu stärken und unsere Wettbewerbsfähigkeit auszubauen“, ist Thielen überzeugt.

„Mit dem Kauf ergänzen wir unser Portfolio um die Sparte Elektrorecycling und erweitern unser bereits bestehendes Angebot im Downstream-Bereich.”

Christian Thielen, kaufmännischer TSR-Geschäftsführer

Neue Marken unter dem TSR-Dach

  • Neue Namen für die übernommenen Gesellschaften tragen die Veränderung auch nach außen: M&R Recycling Solutions, MIREC und METRADE heißen die Unternehmen jetzt. Im nordrhein-westfälischen Bergkamen ist die M&R Recycling Solutions vorrangig im Downstream-Bereich aktiv. Hier werden metallhaltige Mischfraktionen aus diversen Aufbereitungsprozessen behandelt und zu Hüttenkonzentraten verarbeitet. Mit 80.000 Quadratmetern und fast 150 Mitarbeitern ist der Standort damit der größte der fünf neuen Einheiten. Bei MIREC arbeiten an den Standorten in Eindhoven (Niederlande), Sint-Niklaas (Belgien) und Katrineholm (Schweden) insgesamt rund 185 Mitarbeiter im Recycling von Elektrogeräten. Und auch im österreichischen Müllendorf liegt der Fokus im Bereich Elektrorecycling: Als METRADE bereiten hier etwa 30 Mitarbeiter Elektroschrotte auf.

    Abgerundet wird die Transaktion durch die Bündelung aller Elektrorecyclingaktivitäten sowie Downstream-Einheiten von REMONDIS innerhalb von TSR. Dazu werden zum Jahreswechsel die Aktivitäten von REMONDIS Electrorecycling sowie von Indra Recycling in Hockenheim in TSR integriert. So entstehen zusätzliche Synergien, die Prozesse noch effizienter machen werden.

    In Bergkamen ist die M&R Recycling Solutions vorrangig im Downstream-Bereich aktiv

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